Stichworte

Gemeinsamer Runderlass – Einsatzstichworte Hessen

Quelle: Gemeinsamer Runderlass des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz und des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege zur Festlegung der Einsatzstichworte für Brand-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätze.
Inkrafttreten: 1. Oktober 2024; Außerkrafttreten: 31. Dezember 2029.

Einsatzstichworte für Brandeinsätze

EinsatzstichwortMeldebild / AlarmdurchsageEinsatztaktische Parameter / ErstalarmierungZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
F1Brand – PKW – Mülltonne – Gerümpel im Freien oder – ähnliche Meldebilder – gelöschtes Feuer – NachschauTaktische Einheit: 1 Staffel Löschmittel: 500 Liter Wasser Atemschutz: 1 Atemschutztrupp Rettungsdienst-Stichwort:außerhalb geschlossener Ortschaften: Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l
F2Brand – Wohnungsbrand – Dachstuhlbrand – Kellerbrand – Zimmerbrand – Kaminbrand oder – Rauchentwicklung – ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 2 Gruppen Löschmittel: 1.000 Liter Wasser Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern Atemschutz: 3 Atemschutztrupps weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R1Sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich: + 1 Hubrettungsfahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN
F2 YBrand in Wohngebäuden mit Menschenleben in Gefahrwie F 2, aber 4 Atemschutztrupps Rettungsdienst-Stichwort: R2+ wie F 2
F3Ausgedehnter Brand in Sondergebäuden – Hochhaus – Gewerbebetrieb – Schreinerei – Kfz-Werkstatt – Pension – Lagerplatz – Produktions- und/oder Lagergebäude oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 3 Gruppen Löschmittel: 3.600 Liter Wasser Atemschutz: 5 Atemschutztrupps Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ GABC-Messgruppe + ELW 2 sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich: + Hubrettungsfahrzeug bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung
F3 YAusgedehnter Brand in Sondergebäuden mit Menschenleben in Gefahrwie F 3, aber mit 6 Atemschutztrupps + ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ wie F 3 + Rettungsdienst-Stichwort MANV
F4Brand als GroßschadenslageTaktische Einheiten: 6 Gruppen Löschmittel: 8.000 Liter Wasser Atemschutz: 10 Atemschutztrupps Einsatzmittel: 2 Hubrettungsfahrzeuge; 1 GW-A / AB-A; 1 Belüftungsgerät; 1 GABC-Messgruppe Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ Hubrettungsfahrzeug + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung + Sonderlöschmittel + GW-G / AB-G
F BMABrand – Meldung einer BrandmeldeanlageTaktische Einheiten: 2 Staffeln Löschmittel: 1.000 Liter Wasser Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern Atemschutz: 3 Atemschutztrupps weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerät Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:sofern nach örtlicher Bebauung erforderlich: + Hubrettungsfahrzeug
F BUS YBrand eines besetzten Busses – Reisebus – Bus des ÖPNV – Schulbus mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahrwie F 3, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel, 6 Atemschutztrupps + ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ PSNV außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung
F FLUG 1 YBrand nach Flugunfall – Kleinflugzeug – Sportmaschine – Segelflieger / Paraglider – Hubschrauber – Heißluftballons – MilitärmaschineTaktische Einheiten: 2 Gruppen Löschmittel: 2.500 Liter Wasser; 240 Liter Schaummittel Atemschutz: 4 Atemschutztrupps Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ Tanklöschfahrzeuge + RW
F FLUG 2 YBrand nach Flugunfall – GroßflugzeugTaktische Einheiten: 6 Gruppen Löschmittel: 15.000 Liter Wasser; 1.500 Liter Schaummittel Atemschutz: 10 Atemschutztrupps Einsatzmittel: 1 Technischer Hilfeleistungssatz; 1 GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung; 1 GABC-Zug; 2 RW; 1 Hubrettungsfahrzeug Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ Tanklöschfahrzeuge + AB-Löschwasserversorgung + weitere GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + PSNV + GDekon-Zug + GABC-Messgruppe
F GAS 1Brand – einzelner Gasflaschen – einer Gasleitungwie F 2 + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + Ex-Warngerät Rettungsdienst-Stichwort:+ P 250 (FwA) + RW außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung
F GAS 2Brand eines – Gastanks – Gastankfahrzeugs – Gaskesselwagenswie F 3 + 5.000 Liter Wasser + Löschpulver + Wärmeschutzbekleidung + 1 Ex-Warngerät Rettungsdienst-Stichwort: R1+ wie F GAS 1
F LKWBrand eines – LKW – Busses ohne Personen – einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine in Feldgemarkung (z. B. Mähdrescher)wie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel Rettungsdienst-Stichwort:+ RW + weitere Sonderlöschmittel + GW-A / AB-A außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2
FZUGBrand eines Schienenfahrzeugs – Triebfahrzeug – Waggons – Personenzug – U-/S-Bahn-Zug – Güterzug ohne Menschenleben in Gefahrwie F 2, aber mit 5.000 Liter Wasser + 240 Liter Schaummittel Rettungsdienst-Stichwort:+ RW + weitere Sonderlöschmittel + GW-A / AB-A außerhalb geschlossener Ortschaften: + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 bei Schienenfahrzeugen in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel
FZUG YBrand eines Schienenfahrzeugs mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahrwie F 4 + 240 Liter Schaummittel Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ RW + weitere Sonderlöschmittel + PSNV außerhalb geschlossener Ortschaften (objektabhängig): + Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung bei Gefahrgut: + wie H GEFAHR 2 in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel
F RWMBrand – Meldung eines ausgelösten (Heim-)RauchwarnmeldersTaktische Einheiten: 1 Staffel Löschmittel: 500 Liter Wasser Rettungsgerät: 4-teilige Steckleiter oder 2 Multifunktionsleitern Atemschutz: 2 Atemschutztrupps weitere Einsatzmittel: 1 Belüftungsgerätsofern nach örtlicher Bebauung erforderlich: + Hubrettungsfahrzeug + Löschfahrzeug mit Tank > 1.600 l
F SCHIFF 1Brand – eines Sportboots – eines Segelboots – einer Yachtwie F 2 + 2 MZB / RTB + 1 Tauchergruppe Rettungsdienst-Stichwort: R1+ weitere MZB / RTB + GW-Wasserrettung + GW-G / AB-G + Ölsperre
F SCHIFF 2Brand – eines Frachtschiffeswie F 3 + 2 MZB + Tauchergruppe + ELW 2 weitere Einsatzmittel: auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) Rettungsdienst-Stichwort: R1+ weitere FLB / HLB / MZB + GW-Wasserrettung + Hubrettungsfahrzeug + GW-A / AB-A + GW-G / AB-G + Ölsperre + Tanklöschfahrzeuge
F SCHIFF 2 YBrand – eines Personenschiffes – einer Personen- oder Fahrzeugfähre mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahrwie F 3 + 2 MZB + 1 Tauchergruppe + ELW 2 weitere Einsatzmittel: auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ wie F SCHIFF 2 + Hubrettungsfahrzeug + PSNV
F SCHIFF 2 GEFAHRBrand eines Schiffes mit Gefahrgut – Tankschiff – Containerschiff – Frachtschiff oder ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 6 Gruppen Löschmittel: 1.500 Liter Schaummittel; Löschpulver Atemschutz: 5 Atemschutztrupps Einsatzmittel: Wärmeschutzbekleidung; 1 Tauchergruppe; 1 GABC-Zug; 1 GABC-Messgruppe auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB); auf sonstigen Gewässern: 2 MZB Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R1wie F SCHIFF 2 + RW + weitere Sonderlöschmittel + GDekon-Zug
F WALD 1Brand – eines Waldes, einer Wiese oder Feldes mit geringer oder keiner Ausbreitungsgefahr oder – unbekannte Lage in Wald, auf Wiese und Feldern oder – Windenergieanlage außerhalb des WaldesTaktische Einheit: 2 Gruppen Löschmittel: 2.500 Liter Wasser Atemschutz: 2 Atemschutztrupps, ggf. Filtergeräte weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen Rettungsdienst-Stichwort:+ Tanklöschfahrzeuge
F WALD 2Brand – eines Waldes, einer Wiese oder Feldes mit der Gefahr der weiteren Ausdehnung oder – Windenergieanlage im WaldTaktische Einheiten: 3 Gruppen Löschmittel: 8.000 Liter Wasser Atemschutz: 4 Atemschutztrupps, ggf. Filtergeräte weitere Einsatzmittel: Feuerpatschen Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:+ Tanklöschfahrzeuge + GW-L / AB-Schlauch mit 2.000 m B-Schlauchleitung + ausreichend FPN + AB-Löschwasserversorgung + AB Waldbrandbekämpfung + ELW 2 + Hubrettungsfahrzeuge (zur Beobachtung der Lage)

Einsatzstichworte für Hilfeleistungseinsätze

EinsatzstichwortMeldebild / AlarmdurchsageEinsatztaktische Parameter / ErstalarmierungZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
H1– Wasser im Keller – Wasserrohrbruch – Tür- und Fenstersicherung – Baum oder Gegenstand auf der Straße – Tier in Not oder Unfall mit Tier – einfache technische Hilfeleistung an Bächen, Seen oder in Hafenbereichen – Ölspur – Kleine Mengen Betriebsstoffe aufnehmen oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheit: 1 Staffel Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung „Technische Hilfeleistung“ Rettungsdienst-Stichwort:+ erforderliche Zusatzausrüstung + Hubrettungsfahrzeug + RW bei Einsätzen an Gewässern: + 1 MZB / RTB + Tauchergruppe
H1 Y– Notfall-Türöffnung – Person im Aufzug – Tragehilfe für den Rettungsdienst oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheit: 1 Staffel Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung „Technische Hilfeleistung“ Rettungsdienst-Stichwort: R1+ Hubrettungsfahrzeug
H2– Fahrzeug umgestürzt – Bauunfall – Gerüsteinsturz – Kran umgestürzt – Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten ohne Menschenleben in Gefahr oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheit: 1 Gruppe mit technischen Komponenten Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:+ RW + GW-L
H ABST YPerson – in Absturzgefahr – droht zu springenTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: 1 Sprungrettungsgerät; 1 Hubrettungsfahrzeug; 1 Gerätesatz „Absturzsicherung“ Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ Berg-/Höhenrettung + Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung
H ELEKUnfall in großen elektrischen Anlagen / HochspannungsanlagenTaktische Einheiten: 1 Gruppe Einsatzmittel: 1 Elektrowerkzeugsatz Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2
H EINST Y– Gebäudeeinsturz – Bauunfall – Gerüsteinsturz – Kran umgestürzt – Unfall mit Einsturz von beteiligten Objekten – Person verschüttet mit Menschenleben in Gefahr oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 3 Gruppen mit technischen Komponenten weitere Einsatzmittel: 1 Hubrettungsfahrzeug; 1 Hebekissen Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ wie H 2 + ELW 2 + Berg-/Höhenrettung + Luft-/Hubschraubergestützte Berg- und Höhenrettung + Rettungshunde + Technische Ortungsgeräte (THW-Fachgruppe Ortung)
H FLUSSEinfache technische Hilfeleistung auf FlüssenTaktische Einheit: 1 Gruppe Einsatzmittel auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB auf sonstigen Flüssen: 1 MZB Rettungsdienst-Stichwort:+ weitere FLB / HLB / MZB + Tauchergruppe
H FLUSS YPerson in FlussTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB) / MZB auf sonstigen Flüssen: 2 MZB Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ weitere MZB / RTB + GW-Wasserrettung + Eisrettungsgerät
H WASS YPerson in Wasser – Bach – See – Hafenbereich oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe; 1 MZB / RTB Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ weitere MZB / RTB + GW-Wasserrettung + Eisrettungsgerät
H GAS 1GasgeruchTaktische Einheit: 1 Gruppe Atemschutz: 2 Atemschutztrupps Einsatzmittel: 1 Ex-Warngerät; 1 Belüftungsgerät Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:Bei Verdacht auf Kohlenmonoxid: + Kohlenmonoxid-Warn- und -Messgerät
H GAS 2Unfall mit Gasausströmung – Beschädigung einer Gasleitung – eines Gastanks – eines Gastankfahrzeugs – eines GaskesselwagensTaktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischer und Brandschutz-Komponente Atemschutz: 4 Atemschutztrupps weitere Einsatzmittel: 1 GABC-Messgruppe Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ wie F GAS 2 + Löschpulver
H GEFAHR 1Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einzelnen Gebinden von – Chemikalien (Säure o.ä.) – Kraftstoffen (Benzin o.ä.) oder – größeren Mengen Öl Austritt von Gefahrstoff im begrenzten Umfang – Chlorgas im SchwimmbadTaktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung Atemschutz: 4 Atemschutztrupps weitere Einsatzmittel: 1 Messkomponente Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ Dekon-Einheit + GABC-Messtrupp
H GEFAHR 2Unfall mit Gefahrstoffaustritt aus einem – Tankfahrzeug – Tankcontainer – Kesselwaggon oder – in vergleichbar großen MengenTaktische Einheiten: 2 Gruppen mit Gefahrgutausrüstung; 1 GABC-Zug; 1 GDekon-Zug; 1 GABC-Messgruppe Löschmittel: 5.000 Liter Wasser; 240 Liter Schaummittel Atemschutz: 4 Atemschutztrupps Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ GW-L
H KLEMM 1 YPerson eingeklemmt in – PKW / LKW nach VU – Kfz / Maschine Person verschüttetTaktische Einheiten: 2 Gruppen mit technischen Komponenten Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ RW + Rettungsplattform
H E-CALL YVU-Meldung aufgrund eCall-Notruf-Eingang in – PKW/LKW nach VUTaktische Einheiten: 1 Gruppe mit technischen Komponenten Führungskomponente: Rettungsdienst-Stichwort:+ 1 Gruppe + RW + Rettungsplattform Rettungsdienst-Stichwort: R1
H KLEMM 2 YMehrere Personen eingeklemmt in – Bus nach VU – Kfz / Maschine Mehrere Personen verschüttetTaktische Einheiten: 4 Gruppen mit technischen Komponenten Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ RW + Rettungsplattform + PSNV
H ÖL FLUSSÖl auf FlussTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: 1 Ölsperre auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) / MZB auf sonstigen Flüssen: 1 MZB Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:+ weitere FLB / HLB / MZB + Ölsanimat + GW-G / AB-G + RW + GW-L
H ÖL WASSÖl auf Gewässer – Bach – See – Hafenbereich oder – ähnliche MeldebilderTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: 1 Ölsperre Rettungsdienst-Stichwort:+ MZB + Ölsanimat + GW-G / AB-G + RW + GW-L
H RADIOAKTIVUnfall mit radioaktiven StoffenTaktische Einheiten: 2 Gruppen weitere Einsatzmittel: 1 GW-G mit Strahlenschutzausstattung; 1 GABC-Messtrupp; 1 GW-A / AB-A Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R1+ GABC-Zug + GDekon-Zug + GW-L + ELW 2
H SCHIFF– Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre – Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken – größerer Wassereintritt in Boot / Schiff ohne Menschenleben in GefahrTaktische Einheiten: 3 Gruppen auf Rhein, Main + Neckar: 1 Feuerlöschboot (FLB) / Hilfeleistungslöschboot (HLB) auf sonstigen Flüssen: 2 MZB Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort:+ weitere FLB / HLB / MZB / RTB + Tauchergruppe + GW-Wasserrettung + Hubrettungsfahrzeug + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + ELW 2
H SCHIFF 1 Y– Havarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre – Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken – größerer Wassereintritt in Boot / Schiff mit geringer Anzahl von Menschenleben in GefahrTaktische Einheiten: 3 Gruppen Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB), 2 MZB auf sonstigen Flüssen: 3 MZB Führungskomponente: ELW 1 Rettungsdienst-Stichwort: R2+ weitere FLB / HLB / MZB / RTB + GW-Wasserrettung + 2 Hubrettungsfahrzeuge + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + PSNV
H SCHIFF 2 YHavarie oder Kollision eines Personen- oder Frachtschiffes oder einer Fähre – Schiff auf Grund gelaufen oder droht zu sinken – größerer Wassereintritt in Boot / Schiff mit großer Anzahl von Menschenleben in GefahrTaktische Einheiten: 6 Gruppen Einsatzmittel: 1 Tauchergruppe auf Rhein, Main + Neckar: 2 Feuerlöschboote (FLB) / Hilfeleistungslöschboote (HLB), 2 MZB auf sonstigen Flüssen: 3 MZB Führungskomponente: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ weitere FLB / HLB / MZB / RTB + GW-Wasserrettung + 2 Hubrettungsfahrzeuge + GW-G / AB-G + Ölsperre + RW + PSNV
H ZUG 1 Y– Person unter Zug / U-/S-Bahn / Straßenbahn – Kollision eines Zuges mit einem StraßenfahrzeugTaktische Einheiten: 2 Gruppen Einsatzmittel: technische Komponente Führungskomponente: 1 RW Rettungsdienst-Stichwort: ELW 1 / R2+ Hebegeräte in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel bei Schnellfahrstrecken: + AB-Bahn
H ZUG 2 Y– Unfall eines Zuges / einer U-/S-Bahn / Straßenbahn – Kollision zweier Züge mit großer Anzahl von Menschenleben in Gefahrwie F 4 + RW Führungseinheit: ELW 2 Rettungsdienst-Stichwort: R MANV+ PSNV in Tunnelanlagen: + Tunnel-Sondereinsatzmittel bei Schnellfahrstrecken: + AB-Bahn

Einsatzstichworte für Unwetterlagen

EinsatzstichwortMeldebild / AlarmdurchsageEinsatztaktische Parameter / ErstalarmierungZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
H UNWETTER STURMwind-, schnee- oder hagelbedingte Schäden durch flächenhaftige Unwetterlagen – Baum umgestürzt – Dach abgedeckt/eingestürzt – Schäden durch umherwehte Gegenstände – Sicherung von Gebäudeteilen und Gegenständen – Befreiung von SchneelastenTaktische Einheiten: 1 Staffel Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung „Technische Hilfeleistung“ Rettungsdienst-Stichwort:+ erforderliche Zusatzausrüstung + RW + Hubrettungsfahrzeug + AB-Sturm
H UNWETTER WASSERWasserschäden bedingt durch flächenhaftige Unwetterlagen – Wasser im Keller, in Tiefgaragen und Unterführungen – Straße überflutet – Kfz steckt im Wasser fest – andere Einsätze mit Schäden durch WasserTaktische Einheiten: 1 Staffel Einsatzmittel: 1 feuerwehrtechnische Grundausstattung, ggf. Zusatzbeladung I-Sauger, Tauchpumpe Rettungsdienst-Stichwort:+ erforderliche Zusatzausrüstung + RW + GW-L + AB-Starkregen

Einsatzstichworte für Rettungsdiensteinsätze

EinsatzstichwortMeldebild / AlarmdurchsageEinsatztaktische Parameter / ErstalarmierungZusätzliche Einsatzmittel nach Lage
KQualifizierter Krankentransport; ärztliche Einweisung (sofort durchzuführender, disponibler oder vorbestellter Krankentransport).1 KTW / N-KTW / MZF
RO KMinderdringlicher Notfalleinsatz nach Indikationsliste für den N-KTW, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen oder der Einsatz eines RTW / MZF erforderlich wäre.1 N-KTW / RTW / MZF (ohne Sondersignal)Bei Bedarf können auch mehrere N-KTW / RTW / MZF zum Einsatz kommen.
RONotfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, dessen Dringlichkeit nicht so groß ist, dass die Anordnung von Sondersignalen erforderlich wäre.1 RTW / MZF (ohne Sondersignal)Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen.
R1Notfalleinsatz unterhalb der Indikationsliste für den Notarzt, jedoch so dringlich, dass der Gebrauch von Sondersignalen angeordnet werden muss.1 RTW / MZF (mit Sondersignal)1 N-KTW kann als „First Responder“ eingesetzt werden. Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF zum Einsatz kommen.
R2Notfalleinsatz mit einem Notarztsystem; bei allen akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen.1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW1 N-KTW kann als „First Responder“ eingesetzt werden. Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen.
R3Notarzteinsatz alleine bei akut lebensbedrohlichen Situationen, die der Indikationsliste für den Notarzt entsprechen (z. B. bereichsübergreifender Notarzteinsatz oder Notarzt-Nachforderung im eigenen Rettungsdienstbereich).1 NEF / NAW / RTH / ITH (allein)
R LEBELNotfalleinsatz bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen für das Einsatzpersonal im Zusammenhang mit bewaffneten Gewalttätern.1 RTW / MZF + 1 NEF / RTH / ITH oder 1 NAW1 N-KTW kann als „First Responder“ eingesetzt werden. Bei Bedarf können auch mehrere RTW / MZF und NEF / RTH / ITH zum Einsatz kommen. In diesem Fall wird eine EL RD nach § 7 Abs. 1 HRDG gebildet (OLRD, LNA), vgl. Erlass vom 28.02.2017 (StAnz. 15/2017 S. 423).
R MANVNotfall mit einer großen Anzahl von Verletzten und/oder Erkrankten sowie Betroffenen.Je nach Festlegung der örtlichen MANV-Schwelle (vgl. MANV-Rahmenkonzept Hessen)
R MRWMobile Rettungswache zur Bereichsabdeckung oder Wachverschiebungen von Einsatzmitteln.1 RTW / MZF (ohne Sondersignal)
BAEinsatzunabhängige befristete Außerdienstnahme eines Einsatzmittels.